“Die Legende, die mit John Lennon ‘Imagine’ spielte”, heißt es in dem Ankündigungstext zu einer “Spät-Lese” am 26. Mai um 20:00 in der HAKO Event Arena in Wuppertal. Klaus Voormann, der bei dem Begriff “lebende Legende” sicher bescheiden abwinkt, wird Ausschnitte aus der Video-Dokumentation “A Sideman’s Journey” präsentieren und “einige der beeindruckensten Kapitel seines bewegten Lebens aufschlagen”.
Aktuelle Informationen zur Veranstaltung und zum Vorverkauf gibt es hier …
“The Beatles Are Coming”, so heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung von Ralph Steinmeyer im Auftrag der “burgenlandrad.de”. Zwischen dem 10. und 17. April werden in den thüringischen Städten Naumburg, Weißenfels, Bad Sulza, Jena und Halle die Beatles gefeiert.
“Ob auf oder unter Wasser, auf Rädern oder auf Schienen, origineller kann man eine Erinnerungswoche nicht feiern”, schreibt Ralph Steinmeyer. “Genau vierzig Jahre, nachdem Paul McCartney das Ende der Beatles bekannt gab, wird der berühmtesten Band der Welt in fünf Orten der Region mit neun Veranstaltungen gedacht. Den Beginn macht die Toskana Therme am 10. April mit Beatles Klängen unter Wasser und einem Konzert, aber schon einen Tag später legt in Weißenfels der Ausflugsdampfer MS Traumschiff ab – mit den ‘Beatles an Bord’.”
“Da ist es nur Folgerichtig”, so heißt es weiter, “dass das Naumburger Kino Cineplex den Beatles Klassiker Yellow Submarine zeigt. Zwei Touren im Bus der Magical Mystery Tour in die Toskana Therme wie auch in das Beatles Museum in Halle, aber auch ein Auftritt in der Naumburger Straßenbahn zeigen, dass Veranstaltungsorte nicht nur sehr mobil, sondern auch originell sein können. Aber auch für Freunde des heiligen Wassers ist gesorgt: In drei Irish Pubs in Jena, Naumburg und Weißenfels, mit jeweils großer Whiskey Auswahl werden Konzerte mit Beatles Musik stattfinden.”
Programmheft wie Vorverkauf bietet in Naumburg die Tourist-Information (Markt 12) und in Weißenfels das Geleitshaus (Burgstraße 22) an. Oder im Internet unter: www.magical-mystery-tour.de
Das vorgesehene Programm sieht wie folgt aus:
10. April Bad Sulza:
Beatles Baden. Toskana Therme – ab 15.00 Liquid Beatles Sound – 20.00
Konzert Duo Silke Gonska / Frieder W. Bergner
10. April Weißenfels / Naumburg:
Magical Mystery Tour im Beatlesbus in die Toskana Therme inkl. Live Konzert
Abfahrt: 18.30 Uhr Weißenfels – 19.00 Uhr Naumburg
11. April Weißenfels:
Mit den Beatles auf der MS Traumschiff
Konzert: Fabulous Three aus Leipzig / Frühstück inklusive
11.00 Uhr Badanlagen Bootsfahrt (Rückkehr 13.00 Uhr)
13. April Naumburg:
Yellow Submarine – Beatles Kino im Cineplex 20.00 Uhr
13. April Jena:
Konzert “RUDI TUESDAY” mit Beatles-Special
im Pub „Fiddler`s Green“ Jena 20.00 Uhr
14. April Naumburg:
Konzert Stefanie Hempel (Magical History Tour, Hamburg)
in der Magical Mystery Tram Naumburg 20.00 Uhr
15. April Weißenfels:
Konzert Stefanie Hempel (Magical History Tour, Hamburg)
im Geleitshaus „Battlefield“ Weißenfels 20.00 Uhr
16. April Naumburg:
Ein Abend im Cavern Club mit Quartett Nicely Out Of Tune
„Taverne zum 11. Gebot“ 20.00 Uhr
17. April Naumburg / Weißenfels:
Magical Mystery Tour in das Beatles Museum in Halle
Abfahrt: 19.00 Uhr Naumburg 19.30 Uhr Weißenfels
Bildnachweis: Londoner Bus-Motiv mit Werbung für die Beatleswoche (c) Magical Mystery Tour, 2010.
Ungefähr 7 Jahre reifte “Vocabularies”, das neue Album von Bobby McFerrin, heran. Das Werk am 2. April 2010 (Karfreitag) bei Universal Music. Der Prospekt verspricht “Musik, wie so noch nie zuvor gehört wurde”.
Seit seinem Ohrwurm “Don’t Worry, Be Happy!” Ende der achtziger Jahre pendelte der Amerikaner Bobby McFerrin zwischen Jazz, Weltmusik und Klassik hin und her. Zuletzt nahm er 2002 “Beyond Words” für das Label Blue Note auf. Nun lässt er diesem Album ein neues Projekt mit dem Titel “VOCAbuLarieS” (so die “offizielle” Schreibweise) folgen. Die Musik dazu – eine Mischung aus Gospel, Soul, Funk, Jazz und Klassik – komponierte McFerrin gemeinsam mit Roger Treece, der auch den Chor leitete, von dem Bobby hier begleitet wird. Im Juni und Juli 2010 wird der zehnfache Grammy-Gewinner für drei Gastspiele nach Deutschland kommen: Einmal wird er solo auftreten und zweimal mit Roger Treece und dem European Chamber Choir.
Weitere Informationen mit kurzem Werbevideo, siehe hier …
Als Somi aufwuchs, erzählte ihre Mutter, dass der Regen, so unberechenbar er sein mag, Segen und Herausforderung zugleich ist. Der Segen kann eintreten vor dem Regen, aber auch danach eintreten – alles zu seiner Zeit, sagte sie. Diese Vorstellung setzte sich bei der charismatischen Sängerin und Songschreiberin fest und liefert jetzt die metaphorische Basis für ihr drittes Album “Wenn zuerst der Regen fällt” (“If The Rains Come First”). Das Album ist eine beeindruckende Sammlung von selbst geschriebenen themenbasierten Liedern, eine Meditation über unser Leben mit all seinen Segnungen und Herausforderungen, dass wir den Regen akzeptieren und alles, was dieser mit sich bringt.
Weitere Informationen, siehe hier … (in engl. Sprache)
Joan Armatrading: „In schwierigen Zeiten wie diesen sollten wir uns bewusst sein, was wir haben und das zu schätzen wissen!“
Ein neues Kapitel ihrer Karriere schlägt Joan Armatrading mit „This Charming Life“ (Hypertension Music, Vertrieb: Soulfood, VÖ: 5.3.2010), dem 17. Studio-Album seit 1972, auf. War ihr Grammy-nominierter CD-Vorgänger „Into The Blues“, mit dem sie als erste britische Künstlerin auf Platz 1 der Billboard-Blues-Charts eingestiegen ist, ausschließlich dem titelgebenden Genre gewidmet, so ist bei ihr jetzt Rock angesagt. Armatrading, deren Name bislang für einen Mix der verschiedensten Musikrichtungen stand, widmet sich damit zum zweiten Mal ausschließlich einem Stil. Dies allerdings getreu dem ureigensten Verständnis der Singer/Songwriterin, die mit Songs wie „Love And Affection“, „Show Some Emotion“, „Drop The Pilot“ und „Willow“ bekannt geworden ist. Nicht minder überraschend: der Name der Disc. Ist „This Charming Life“ angesichts globaler Krisen passend? „Ja“, erklärt Joan Armatrading. „Gerade in solch problematischen Zeiten sollten wir uns bewusst sein, was wir haben und das zu schätzen wissen. Egal, wie schwierig Situationen auch sind, es könnte immer noch schlimmer kommen. Dass dies nicht der Fall ist, darüber sollten wir glücklich sein. Deshalb möchte ich mit dem Albumtitel auch ausdrücken: Sieh, was es an Positivem gibt; es ist immer da!“
Beim Blick in das zwölfseitige „This Charming Life“-Booklet (Songtexte inklusive!) wird klar, dass Joan Armatrading eine Do-It-Yourself-Frau ist. Sie hat die elf Lieder des DigiPack selber geschrieben, arrangiert und als Multi-Instrumentalistin (Gitarren, Keyboards, Gesang), abgesehen vom Schlagzeug, eingespielt sowie produziert. „Das war bereits auf den drei vorausgegangenen Platten der Fall“, berichtet sie. „Ich nehme meine Demos nämlich ebenfalls im Alleingang auf. Da es mir Spaß bereitet und ich das handwerkliche Können habe, ziehe ich dies dann bis zum Schluss durch.“ Die am 9.12.1950 auf der Karibikinsel St. Kitts geborene und seit 1958 in England lebende Künstlerin schließt aber nicht aus, irgendwann wieder externe Personen mit einzubeziehen.
„Obgleich sich mein aktuelles Album ausschließlich einem übergeordneten Genre widmet und dadurch von seinen Vorläufern unterscheidet“, betont Joan Armatrading, „bedeutet das keine radikale Veränderung meiner Musik. Alles geschieht stets in der für mich typischen Art! Ich will mich doch nicht wiederholen oder in der Vergangenheit stehen bleiben. Mir ist es wichtig, auf der Höhe der Zeit zu sein, ohne mich den jeweiligen Trends anzubiedern, schließlich möchte ich mir stets selber treu bleiben und das genießen, was ich tue!“ Als Inspiration für ihre Kompositionen dienen Joan Armatrading eigene Beobachtungen: „Ich schaue mir meine Mitmenschen an, wie sie aufeinander reagieren und welche Folgen das hat. Oder ich bin Zeuge einer interessanten Unterhaltung beziehungsweise sehe etwas, das mich bewegt. Dazu kommen dann Werke über Denkanstöße rein persönlicher Natur.“ Stets sind es Gefühle, die ihr einen Anlass geben, daraus ein Lied zu entwickeln. „Manchmal habe ich dann den Text als Erstes, mal indes eine musikalische Idee. Generell komponiere ich entweder an der Gitarre oder dem Klavier, wobei die Songs vorgeben, an welchem Instrument sie entstehen wollen“. Dass Joan Armatrading samt Band auf Tour einige Tracks von „This Charming Life“ neben den bekannten Titeln und einem Querschnitt ihres Schaffens wird live präsentieren können, darauf freut sie sich: „Diese Mixtur aus Alt und Neu zeigt, dass es mir wichtig ist, mich konstant weiterzuentwickeln!“ (Quelle: thk/Soulfood Music Distribution)
„This Charming Life“ erscheint am 5. März bei Hypertension Music. Die Spieldauer beträgt knapp über 45 Minuten.
Drei Jahre nach der Grammy-nominierten Charts-CD „Into The Blues“ präsentiert Joan Armatrading ein neues Album: „This Charming Life“ heißt das 17. Studiowerk der Gitarristin und Pianistin mit der dunklen, warmen, ausdrucksstarken Stimme, deren charakteristische Mixtur aus Blues, Folk, Jazz, Pop, Reggae und Rock viele ihrer Kolleginnen beeinflusst hat. Vom 3. bis 27.März sind Joan Armatrading und Band auf großer Deutschland-Tour, um die neuen Songs und ihre Hits live vorzustellen.
(gbip/ots) – Die amerikanische Jazzsängerin Stacey Kent hat Frankreich fest in ihr Herz geschlossen – und Frankreich wiederum die aparte Sängerin, die gleichwohl bei Kollegen, Kritikern und Fans in den USA und Europa als eine der außergewöhnlichsten Künstlerinnen ihrer Art geschätzt wird. Mit ihrem letzten Album „Breakfast On A Morning Tram“, das im Jahr 2007 zugleich ihr Blue-Note-Debüt markierte, hatte sie in Frankreich Platin erreicht und damit ihren bis dato größten kommerziellen Erfolg erzielt. Von der französischen Kulturministerin war sie im Frühjahr letzten Jahres dafür sogar mit dem Orden für Kunst und Literatur (L’Ordre des Arts et des Lettres) ausgezeichnet worden. Dabei waren auf dem hochgelobten Album lediglich drei Songs in französischer Sprache zu finden: zwei Interpretationen von Serge-Gainsbourg-Chansons sowie „Samba Saravah“ aus dem Claude-Lelouch-Filmklassiker „Ein Mann und eine Frau“. Seit ihrem 1997er Debütalbum „Close Your Eyes“ hatte sich Stacey Kent vor allem als erstklassige Interpretin des Great American Songbook hervorgetan, auf ihrem neuen Album „Raconte-moi…“ widmet sie
nun ihr Ausnahmetalent voll und ganz dem französischen Liedgut. Ein Dutzend Kompositionen – von ausgewiesenen Klassikern des Chansons bis hin zu wunderbaren Liedern hierzulande noch recht unbekannter Künstler – hat Stacey Kent ausgewählt und verwandelt diese mit Charme, Finesse und Verve in pointiert-moderne, bisweilen melancholische, doch stets bezaubernde Jazzballaden.
Das Album “raconte-moi …” erscheint am 19. März bei Blue Note.
“Breakfast On A Morning Tram” avancierte zum großen Erfolg in Franreich
Allein in Frankreich wurden von „Breakfast On A Morning Tram“ mehr als 150.000 Alben verkauft, was eine ausverkaufte Tournee nach sich zog, die in einem umjubelten Konzert im Pariser Olympia gipfelte. Doch Stacey Kents innige Beziehung zu Frankreich, die nun fast zwangsläufig zu „Raconte-moi…“ geführt hat, wurzelt auch in ihrer Familiengeschichte. Bereits ihr Großvater hatte lange Zeit in Paris gelebt. Stacey Kent hat es ihm gleichgetan und selbst enorm viel Zeit in Frankreichs Hauptstadt verbracht. Wie sehr sie die französische Kultur mittlerweile verinnerlicht hat, dafür ist „Raconte-moi…“ ein strahlendes, ja ein superbes Beispiel. Für diese generationsübergreifende musikalische Großtat muss man Stacey Kent einfach ins Herz schließen, selbst wenn man nicht französischen Ursprungs ist.
Stacey Kent hat sich in der Vergangenheit nicht nur als Interpretin sondern auch durch die sorgfältige und stimmige Auswahl der Texte als große Erzählerin erwiesen. Es sieht so aus, als führe “raconte-moi …” diese Tradition fort.
German BEAT! zeichnete Kents Vorgängeralbum mit dem Redaktionspreis “M.B.E. 2008″ in der Kategorie “Mood” aus. Außerdem haben wir die Künstlerin im Herbst 2008 am Rande eines Konzertes in Mainz kurz persönlich kennengelernt. Sie ist eine äußerst liebenswürdige junge Frau, auf deren neues Album wir deshalb umso sehnsüchtiger warten.
Dieser Tage erreichten uns vier interessante Konzerttipps der Promotionfirma Qrious aus Köln. Mit “JAZZnights” und “Jazz Today” hat Karsten Jahnke zwei Konzertreihen geschaffen, die im Veranstaltungskalender bereits fest etabliert sind. Dahinter stehen klare Konzepte, die auch beim jüngeren Publikum ankommen. Spektakulär ist sicher Pat Metheny und sein Orchestrion-Projekt – konträr dagegen die beiden Ensembles von Dieter Ilg und Tord Gustavsen. Wer’s im wahrsten Sinne des Wortes heißer liebt, sollte die Konzerte von Los Van Van ins Auge fassen. Für die besondere Mischung aus Latin und Schwermut sorgt hingegen Marisa, die Fado-Königin. Alles in allem ein formidabler Auftakt in die neue Konzertsaison.
Jazz-Nights mit Pat Metheny und seinem Orchestrion-Projekt
Ab Februar wird der dritte Teil der neuen “JAZZnights”-Saison einmal mehr einige der schönsten Konzerthallen Deutschlands mit Wohlklang erfüllen – “dafür sorgt”, so Qrious Music, “diesmal Pat Metheny mit seinem Orchestrion-Projekt.”
Orchestrion, was ist denn das? Im 19. Jahrhundert entwickelten ein paar Tüftler im Schwarzwald und in Sachsen monströse mechanische Musikinstrumente, die den Bläserklang eines ganzen Orchesters wiedergeben konnten. Die Ungetüme standen in Hotelhallen und anderen großen Sälen, sie wurden erst per Kurbelantrieb in Gang gesetzt, später mit Motorkraft, und was sie spielen sollten, gaben ihnen Lochkarten vor. Im frühen 20. Jahrhundert gelang es den Instrumentenerfindern sogar, eine oder mehrere Geigen einzubauen, die mechanisch gestrichen wurden. Die Erfindung der Schallplatte war dann des Orchestrions rascher Tod. Methenys Orchestrion enthält neben Bass, Gitarre, Marimba und Percussion noch etwa 20 weitere mechanische Instrumente. Gebaut hat es ein kleiner Handwerksbetrieb in den USA.
Die Kontrolle über die Musik liegt vollständig in Methenys Händen. Von der E-Gitarre aus steuert er Software und mehrere Computer, die wiederum befehligen ein paar Roboter, und die spielen die Instrumente dann genau so, wie Metheny es will. Noch weiß keiner, wie das alles klingen wird, was Metheny da von neun Assistenten (!) auf die Bühne wuchten, einrichten und überwachen lässt, aber schon jetzt kann man sagen: So etwas gab es noch nie. Wer das Ganze live erleben möchte, Metheny ist hierzulande vom 23.02. bis 13.03. 2010 unterwegs: 23.02. München (Philharmonie), 02.03. Berlin (Philharmonie), 03.03. Hamburg (Musikhalle), 04.03. Bremen (Glocke), 06.03. Köln (Philharmonie), 08.03. Dortmund (Konzerthaus), 10.03. Frankfurt (AOF), 11.03. Baden-Baden (Festspielhaus), 13.3. Backnang (Bürgerhaus).
Jazz-Today mit dem Dieter Ilg Tro und dem Tord Gustavsen Quartet
Im April 2010 geht es weiter mit der aktuellen Staffel der ambitionierten Konzertreihe “Jazz Today”. Der zweite Teil im Jahr 2010 verspricht mit dem Dieter Ilg Trio sowie dem Tord Gustavsen Quartet abermals ein Live-Erlebnis der besonderen Art zu werden. Die Schwesterveranstaltungsreihe der “JAZZnights” zeichnet sich durch die Gegensätze der Protagonisten aus. So streben Ilg und Co eine Fusion aus Oper und Jazz an, während die Vier um Gustavsen eine opulente Melange aus Rock, Pop und Jazz zu bieten haben.
Ab dem 06.03.2010 wird die Salsa-Legende Los Van Van für einige Tourtermine ins deutschsprachige Gebiet kommen. Los Van Van gilt weltweit als eine der besten Salsa-Bands. Seit mehr als 40 Jahren prägt die Gruppe um Bandleader und Bassist Juan Formell die kubanische Musik. Ihr Grammy-prämierter Latinosound ist einzigartig: unwiderstehlicher Rhythmus, der sofort in die Beine geht, dazu karibische Lässigkeit, pure Leidenschaft und Lebenslust.
“Si no te quieres tu” aus dem Album “Arassando”, Regie: Santana
Zur großen Tour im März 2010 wird Los Van Van von Top Tänzern des Afro Rumba All Stars Ensembles begleitet: 06.03. Zürich (Volkshaus), 07.03. Stuttgart (Zapata), 08.03. Erlangen (E-Werk), 09.03. Freiburg (Jazzhaus), 10.03. Köln (Gloria), 11.03. Darmstadt (Centralstation), 12.03. Hannover (Pavillon), 13.03. Wien (Halle E), 15.03. Berlin (Kulturbrauerei), 16.03. Hamburg (Fabrik), 17.03. Dortmund (Domizil), 21.03. München (Cubamemucho).
Werbefilm zur “Arrasando-Tour 2010″ von Los Van Van
Blues auf Portugiesisch: Fado-Interpretin Mariza macht während ihrer “Terra World Tour” in Deutschland Halt
Am 26.02.2010 erscheint bei EMI mit “Terra Em Concerto”, die neue DVD der bekannten Fado-Interpretin Mariza. Zu sehen gibt es ein Konzert aus ihrer “Terra-Tour”, sowie eine BBC-Reportage. Die in Portugal beheimatete Dame aus Mosambik gewann hierzulande bereits mehrfach einen Echo.
Fado-Fans aus dem deutschsprachigen Raum haben die Chance die smarte Sängerin auf einer der fünf hiesigen Konzerte zu besuchen: 07.03. München (Philharmonie im Gasteig), 09.03. Bochum (Jahrhunderthalle), 11.03. Zürich (Kongresshaus), 12.03. Ludwigshafen (Theater im Pfalzbau), 14.03. Wien (Wiener Konzerthaus.
Zweifache Grammy-Gewinnerin veröffentlicht Tribut-Album “Eleanora Fagan (1915-1959): To Billie with Love from Dee Dee” mit Billy Holiday-Klassikern in modernen Arrangements
Endlich liegt sie vor – das neue Album von Dee Dee Bridgewater. Die amerikanische Jazzsängerin zählt zu den moderneren Interpretinnen ohne jedoch Idole vergessen zu lassen. So nahm sie in den neunziger Jahren mehrere Tributalben für Horace Silver, Duke Ellington oder Ella Fitzgerald auf. Auf der Schauspielbühne überzeugte bereits zehn Jahre zuvor als Billie Holiday. Fast konsequent, dass auch diese spezielle Huldigung endlich als Albumprojekt verwirklicht wurde.
Hinter der großartigen Musik verbirgt sich Tragisches. Die Pressemitteilung übertreibt nicht, wenn sie schreibt, Holidays Interpretationen wären eine Klang gewordene Gefühlsschau, bei der die schmerzhafteste Erfahrung jeden improvisierten Glücksmoment nähren kann. Die Devise “you gotta pay your dues” könnte man daher auch so übertragen: Wer legendär sein will, muss leiden. Paradebeispiel dafür ist Eleanora Fagan, genannt Billie Holiday oder kurz “Lady Day”, eine der einflussreichsten und zugleich tragischsten Figuren der Musikgeschichte. Ihr Schicksal führte sie von grausam zu grandios, von einer Jugend, in der es von allem zu wenig gab, außer Armut, Brutalität und Rassismus, zu internationalem Ansehen, von kleinen Club-Gigs bis zu einem gefeierten Konzert in der Carnegie Hall, schließlich zu Drogenexzessen und –Prozessen und einem viel zu frühen Tod an einer Leberzirrhose.
Bridgewaters Album überzeugt mit schnörkellosen Arrangements, welche die Zerrissenheit einer “Lady Day” zu Tage fördern und doch hinterlassen sie ein Gefühl von Hoffnung auf Aussöhnung. Und doch ist “Eleanora Fagan (1915-1959): To Billie with Love from Dee Dee” weit mehr als ein Tribut an ein geliebtes Vorbild. Frau Bridgewater nimmt den Faden auf hebt das Songmaterial auf eine moderne – gar visionäre Ebene. “Als starke, schwarze Amerikanerin und resolute Persönlichkeit im internationalen Rampenlicht ist sich Dee Dee Bridgewater, die 2010 ihren sechzigsten Geburtstag feiert, ihrer und Billies musikalischer und gesellschaftlicher Wurzeln in jeder Note bewusst – sie singt diese Songs nicht nur, sie lebt sie”, so der Pressetext.
“Ich glaube nicht, dass ich singe”, meinte Billie Holiday einmal. “Ich improvisiere mit meiner Stimme wie auf einem Instrument. Es kommt alles, wie ich es fühle.” Dee Dees Interpretationen von “Lady Sings The Blues” über “Don’t Explain” bis “Strange Fruit” klingen ebenso “gefühlsecht”, die uns die uns die ungeahnten, originellen Facetten an der Musik Billie Holidays offenbaren.
“Eleanora Fagan (1915-1959): To Billie with Love from Dee Dee” ist am 19. Februar 2010 bei Embracy / Universal Music Germany erschienen und entpuppt sich bereits als eines der ersten Highlights dieses noch jungen Jazz-Jahres. Unsere Anspieltipps sind “Lady Sings The Blues”, “Don’t Explain” und “Strange Fruits”.
Titelliste
01. Lady Sings The Blues 3:33
02. All Of Me 3:00
03. Good Morning Heartache 5:11
04. Lover Man 4:43
05. You’ve Changed 5:09
06. Miss Brown, To You 2:15
07. Don’t Explain 6:15
08. Fine And Mellow 4:56
09. Mother’s Son-In-Law 2:48
10. God Bless The Child 5:13
11. Foggy Day 4:33
12. Strange Fruit 4:16
Musiker
Dee Dee Bridgewater – vocals
Edsel Gómez – piano & arrangements
James Carter – reeds
Christian McBride – bass
Lewis Nash – drums
Der “Rubens von der Reeperbahn”, Erwin Ross, ist tot. Wie am Montag bekannt wurde, starb der Hamburger Maler am vergangenen Freitag im Alter von 83 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit.
Selbst eine Millionenstadt wie Hamburg kann nur auf ganz wenige originale Persönlichkeiten zurückblicken. Eine von ihnen war Erwin Ross. “Gegen Ende der Sechziger Jahre hatten Oswald Kolle, Beate Uhse und die St.Pauli Nachrichten die Bastionen der Moralhüter sturmreif geschossen”, erzählte Günter Zint, ein Freund seit frühen Kiez-Tagen, zu Ross’ Achtzigsten. “und Erwins große Zeit begann. Erotische Darstellungen konnten erstmals auch auf offener Strasse gezeigt werden. Kaum eine Hauswand auf St.Pauli blieb unbemalt. Was heute Heerscharen von Grafittikünstler leisten, dass schaffte damals ein Mann; Erwin Ross. Er veränderte das Gesicht eines ganzen Stadtteils.”
Das Foto zeigt Erwin Ross vor der Nachbildung seiner Star-Club-Bühnenausstattung (Copyright: G. Zint/St. Paulimuseum).
Zunächst Engels dann “Engel”
Ross’ Karriere als Künstlers begann 1948 in der DDR, wo er sich als Reklamemaler verdingte. “Lenin, Marx, Engels, Stalin hab ich mindestens hundertmal auf große Fassaden gemalt und die Losungen für die Fünfjahrespläne”, wird er auf der Webseite des Fotografen Jürgen Otto Meier zitiert. “Damals bin ich auch als Aktivist für diese Arbeit ausgezeichnet worden. Na ja, und ‘55 hab ich mich entschlossen, hier rüber zu gehen.”
In der Hansestadt Hamburg arbeitete Ross als Raumgestalter und Dekorateur für die Kiez-Etablissements. Fortan gehörten “gefallene Engel” statt “Engels” zu seinen bevorzugten Motiven. Anfang der Sechziger Jahre bekam Erwin Ross etliche Aufträge von dem Besitzer des Kaiserkellers, Bruno Koschmider. Er malte Plakate für englische Popgruppen wie Johnny & The Hurricanes, Rory Storm oder The Beatles. Zuvor der Star Club auf der Großen Freiheit eröffnet werden konnte, war dabei wieder Erwins Kunst gefragt. Er malte eine Wolkenkratzerskyline als Bühnenhintergrund im Star-Club. Vor dieser Kulisse begannen bekanntermaßen einige Weltkarrieren. “Vier Musiker aus dieser Zeit sind heute noch als Beatles bekannt und Ringo schuldet Erwin immer noch ein paar Mark, da er den Schriftzug auf dem Schlagzeug nur angezahlt hatte”, verriet uns Günter Zint.
Aber auch in den Neunziger Jahren und im neuen Jahrtausend hat Erwin den Pinsel noch nicht aus der Hand gelegt. Für die Dieter-Wedel-Serie “Der König von St. Pauli” malte Herr Ross die Werbefiguren. Für die Bavaria St.Pauli Brauerei entwarf er eine Serie von Kult-Etiketten, die dem Bierumsatz sehr zu Gute kam.
Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Freunden.
Stücke wie “Back In The USSR”, “Happiness Is A Warm Gun”, “Piggies” oder “Good Night” sind zu Synonyme für eines der besten Alben des letzten Jahrhunderts geworden: “Das Weisse Album” oder wie es offiziell heißt: “The Beatles”. Das Cover ist minimalistisch: Bandname in weißer Schrift auf weißem Grund. Revolte und Besinnung auf das Wesentliche.
Die Beatles verweilen in Rishikesh, während Martin Luther King ermordet wird. Als sowjetische Panzer den Prager Frühling kompromisslos beenden, nehmen die Fab Four den “witzig gemeinten Rocker “Back in the USSR” auf. Als unmittelbare Antwort auf dei politischen Ereignisse jenen Jahren entpuppen sich allenfalls Johns “Revolution” oder Georges “Piggies”. Doch gibt kaum ein anderes Album das Lebensgefühl dieser Monate wieder, wie das Weiße Album.
Roland Schimmelpfennig zählt zu Deutschlands meistgespielten lebenden Dramatikern. Er übertrug alle dreißig Songs des Beatles-Albums ins Deutsche und Regisseur Florian Fiedler setzt sie in Szene.