The Beatles – “Help!” erscheint am 21. Juni auf Blu-ray

DVD-Cover: Hi-Hi-Hilfe! (C) EMI Music GermanyAm 21. Juni gibt “Help!”, der zweite Spielfilm der Beatles aus dem Jahr 1965, hierzulande sein sehnlichst erwartetes Debüt als Blu-ray, heißt es heute in einer Presseerklärung von Universal Music Germany. Nebenbei bemerkt, klingt es schon “komisch” im Zusammenhang mit den Fab Four nicht mehr explizit von der EMI zu sprechen. Aber so spielt das Leben. Was bleibt, ist dieser einmalig schräge Film und die wunderbare, zeitlose Musik.

Das neue Single-Disc-Package sowohl den digital restaurierten Film, den Soundtrack im 5.1-Klangformat sowie mehr als eine Stunde an Extras enthalten. Dazu gehören eine 30-minütige Dokumentation über die Entstehung des Films, Erinnerungen der mitwirkenden Schauspieler und der Film-Crew, eine genaue Betrachtung der Restaurierung des Films, eine unveröffentlichte Szene, original Filmtrailer und Radiospots. Das Booklet der Blu-ray enthält eine Einführung von Richard Lester, dem Regisseur von “Help!”, sowie eine Würdigung des Films von Martin Scorsese.

He-He-Herrlich!

“Schmeisst alle Sorgen über Bord, Help! ist gut”, so fiel 2007 unser knappes Statement über die damals neue Beatles-DVD aus. Das gilt auch heute noch: Die Bildqualität ist wirklich überragend. So sind Farben präzisiert und Konstraste hergestellt worden, wo offenbar im Originalfilm nicht viel zu sehen und hervorzuheben war. Bei der Blu-ray dürfte vielleicht noch’n Quentchen mehr drin sein.

Beim damaligen DVD-Set gab es jedenfalls nichts zu meckern. Doch Beatlesfans gelten gemeinhin als “extrem pingelig” und sind schwer zufrieden zu stellen. 2007 lasen wir im Erdbeerfelderforum, dass dort kontrovers über das Thema Cropping diskutiert wurde. Der Originalfilm wurde oben und unten “beschnitten” – und das brachte einige Fans auf die Palme.

Beatles in Obertauern (C) Subafilms Ltd/Bruce A KarshIn der Branche wurde die DVD-VÖ sehr gut angenommen. Universal schreibt heute: “Allein in den USA erreichten die Verkäufe fünffaches Platin. Das weltweite Medienecho war enorm und die Lobgesänge einstimmig. So pries USA Today die DVD als ‘eine großartige Wiederveröffentlichung’ und der Guardian stellte noch einmal Filmregisseur Richard Lester aufs Podest: ‘Lester zeigt sich den Starqualitäten der Beatles mit smarten, farbenfrohen Bildern und lockerem Surrealismus ebenbürtig’. The Los Angeles Times schwärmte indes über die Restaurierung: ‘Mit der Dynamikkompression, die in den 1960ern bereits Standard war und nun ins digitale Zeitalter gehoben wird, kommt jetzt die gesamte Bandbreite der Musikalität dieser Gruppe zum Vorschein – ganz so, als habe man einige Staubschichten von einem Gemälde eines Alten Meisters befreit.’”

So etwas gibt es heutzutage leider kaum mehr …

… konstatiert das britische Musikblatt Mojo. Die Blu-ray-Edition von “Help!” schließt sich den beiden im letzten Jahr erschienenen Beatles-Spielfilmen “Yellow Submarine” und “Magical Mystery Tour” an, die ebenfalls digital restauriert und mit vielen Extras als Blu-ray, DVD und über iTunes veröffentlicht worden waren. “Help!”s Restaurierung für die erstmalige Veröffentlichung auf DVD hatte im Jahr 2007 bereits für Begeisterung gesorgt.

Richard Lesters Film folgt den Beatles “bei ihren Abenteuern, in die sie geraten, als Ringo an einen Opfer-Ring kommt, der sich nicht mehr von seinem Finger lösen lässt. In der Folge werden er und seine Bandkollegen John, Paul und George von Mitgliedern eines religiösen Kults, einem verrückten Wissenschaftler und der Londoner Polizei durch London gejagt, und von dort über die Alpen bis hin auf die Bahamas.” Ein witziger Plot an dem auch einige bekannte englische Schauspieler mitwirken.

Bildnachweis: DVD-Cover: Hi-Hi-Hilfe! © EMI Music Germany, 2007. Beatles in Obertauern (C) Subafilms Ltd/Bruce A Karsh, 2007

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Chantal mit einem Beatles Weekend: Fantastic Fab Four – Beatles Strictly Instrumental

Michael Hofmann, der musikalische Leiter des Klassik-Ensembles Chantal, kündigte am Montag abend eine kleine Konzertreihe in Wiesbaden, Eckelsheim und Bad Kreuznach an.

Auf die Schnelle und weil’s auch schon spät ist, folgt der Pressetext:

Wie Sie vielleicht wissen, ist Anfang des Jahres Tony Sheridan -der Lehrer der Beatles- verstorben. Meine musikalische Zusammenarbeit mit ihm, die Konzerte in Liverpool, die Studioarbeit in den Abbey Road Studios London, gehören zu den ganz besonderen Erlebnissen in meinem Leben. Die New York Times würdigte im Nachruf auf Tony die World Premier Recording des vier Jahrzehnte verschollenen Song „Tell me if you can“ – die einzige gemeinsame Komposition von Paul McCartney und Tony Sheridan, die ich im Chantal-Sound arrangieren und veröffentlichen durfte. Ich habe aus aller Welt sehr viel und freundliches Feedback bekommen, was mich motiviert hat, ein neues Konzertprogramm mit den fantastischen Kompositionen der Beatles aufzuführen.

Gemeinsam mit dem Weltmusiker und Harfenisten Rüdiger Oppermann lade ich Sie zu drei außergewöhnlichen Konzerten ein, die die genialen Songs der Beatles erlebbar machen. Unter dem Motto „Fantastic Fab Four – Beatles Strictly Instrumental“ präsentieren wir Ihnen in Quintettbesetzung, in einem intimen Rahmen, eine besondere und facettenreiche Programmauswahl.

Im Walhalla Theater Wiesbaden, open air in der Ruine der Bellerkirche und auf der Kleinkunstbühne „Die Loge“ in Bad Kreuznach haben Sie am dritten Juniwochenende die Gelegenheit, die Musiker und ihre Instrumente hautnah zu erleben. Auch wenn die typische Chantal-Handschrift in unserer Rock-Pop-Formation präsent ist, dürfen Sie sich auf ganz neue musikalische Einsichten und Hörerlebnisse freuen. Karten gibt es nur im Vorverkauf und sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen im Rhein-Main-Gebiet oder unter www.adticket.de zu erwerben.

Die Termine:
14. Juni 2013 Wiesbaden, Walhalla Theater 20.00 Uhr
15. Juni 2013 Eckelsheim, Bellerkirche, 20.00 Uhr
16. Juni 2013 Bad Kreuznach, Loge, 17.00 Uhr
Die Musiker:
Michael Hofmann – Gitarren
Rüdiger Oppermann – Harfen
Petra Erdtmann – Querflöte, Bassquerflöte
Ralf Gauck (14.,16.Juni) Rainer Klein (15.Juni) – Bass
Peter Götzmann – Schlagzeug
Weitere Infos unter: www.chantal.de

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Wings over America erscheint hierzulande am 24. Mai

Das Album feiert seine aktuell siebte Auflage (einschließlich Download-Releases) und dieses Mal im Rahmen der Paul McCartney Archive Collection. Wieder kann der Musikliebhaber unter verschiedenen Formaten wählen: Standard Edition (2-CD); Remastered Vinyl (3-LP) und der Deluxe Edition Box Set (3-CD/1-DVD sowie einigem Buch- und Printmaterial). “Das überragende Audio- und Video-Paket”, so Universal, “umfasst das in den Abbey Road-Studios remasterte ‘Wings over America’-Album auf 2 CDs, neben einer Bonus-Disc mit einer Live-Aufnahme aus dem Cow Palace in San Francisco. Die DVD zeigt das rare 75minütige TV-Special ‘Wings over the World’.”

Videonachweis: Youtube-Werbevideo. (C) paulmccartney.com, 2013

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Half-A-Wind Bits: My last week with Yoko!

Vor knapp drei Monaten eroberte eine kleine Dame das Frankfurt Kunstparkett: Yoko Ono eröffnete ihre Retrospektive. Bereits innerhalb der ersten vier Wochen kamen 30.000 Besucher. Die mediale Aufmerksamkeit war enorm. Die Kunsthalle Schirn begleitete die “Half-A-Wind Show” mit vielen Veranstaltungen und aktuell 18 Berichten in ihrem “SchirnMag”-Onlineportal. Die Autoren widmeten sich den unterschiedlichsten Aspekten der japanisch-amerikanischen Künstlerin.

Jetzt bricht die letzte Ausstellungswoche an. Für uns sind die Präsentationsräume zu einem zweiten Wohnzimmer geworden. Dank Museumscard war ein Besuch auch “jederzeit” möglich. Nun wird Yoko mit ihren 200 Exponaten zunächst nach Dänemark weiterziehen – vom 7. Juni bis 29. September im Louisiana Museum für moderne Kunst.

Wir selbst werden die Woche nutzen, um ein paar Fotoaufnahmen zu machen und dann leise Abschied zu nehmen von Yes Painting, We’re all water, Four Spoons, Cut Piece, Fly, Mornings for sale, Danger box und vielem mehr.

Video zum Sky Piece veröffentlicht

Blicken wir noch einmal zurück: Am 13. Februar trat Yoko Ono mit der Performance “Sky Piece for Jesus Christ” vor das Frankfurter Publikum. Bei diesem Spektakel wurden die Mitglieder der Jungen Deutschen Philharmonie während des Spielens von der Künstlerin und anderen Performern mit zahlreichen Mullbinden umwickelt. Dabei bildeten die so verbundenen Protagonisten ein Netz. Mit dem Fortschritt der Performance wurde die Musikaufführung zusehens und zuhörens immer chaotischer. Die Junge Philharmonie spielte ein Stück von Antonín Leopold Dvorák. Von Yoko gab es dazu keine Vorgaben, außer, dass es ein klassisches Werk sein sollte. Aber grundsätzlich sei dies für Sky Piece völlig unerheblich gewesen.

Die Schirn hat kürzlich das Video dazu veröffentlicht:

Laut “Yes”, dem großen Buch über Yoko Onos Werke, übernahm sie die Idee der Mullbinde als Inkredenz von dem Österreichischen Künstler Rudolf Schwarzkogler. Das Verbandsmaterial als Metapher für Schmerz und Heilung. Was heißt das nun für “Sky Piece for Jesus Christ”? Hier soll es eher die Verbindung und Verschmelzung der Individuen zu einem großen Ganzen symbolisieren. Es schafft einerseits den “Social Body” (das Orchester als Ganzes), was aber einhergeht mit der Zerstörung des Selbstzwecks eines Orchesters.

Während Yoko Ono Kritik an der Scheinheiligkeit des Christentums übt, so “Yes”, ist ihre Bezugnahme auf das “wir” und ihre Beschwörung einer fest verbundenen Gemeinschaft ein zutiefst einfühlsamer Versuch, “uns” in den Mittelpunkt des Seins zu stellen.”

Der Titel bezieht sich auf John Cage, der im Kreis der Avantgardemusik manchmal als JC oder Jesus Christus bezeichnet wurde. Dabei präsentiert der Himmel (Sky) für Ono den Inbegriff von Freiheit im Gegensatz zu inneren und äußeren Fesseln, wie sie während der Performance visualisiert werden. Veranstaltungsort ist das Dominikanerkloster in Frankfurt am Main.

Die Performance wurde 1965 in der Carnegie Recital Hall in New York uraufgeführt. Frau Ono hüllte “die Mitglieder des Fluxorchestra in Gaze”, wie die Encyclopaedia Britannica schreibt. “Schließlich waren sie nicht mehr in der Lage, als einheitlichen Körper zu betreiben. Als die Musik gänzlich verstummt war, verließen die Musiker, miteinander verbunden, gemeinsam die Bühne.” Laut dem Standardwerk “Yes” wurde das Stück bis zum Jahr 2000 vier Mal aufgeführt: Wie gesagt 1965 New York, dann 1990 anlässlich der Venedig-Biennale, 1993 anlässlich der Veranstaltung “Fluxus: East Of Moscow” in New York und 1994 im Rahmen “Outside The Frame” in Cleveland.

Videonachweis: Sky Piece to Jesus Christ, 1965, (C) Schirn Kunsthalle Frankfurt.

Half-A-Wind Bits

Die Nähe zum Ausstellungort Schirn Kunsthalle Frankfurt ermöglicht unserer Redaktion Yokos “Half-A-Wind Show” regelmäßig zu besuchen. In der Artikelreihe “Half-A-Wind Bits” berichten wir über diese Besuche wie auch über Ausstellungsgeschichten aus dem Internet.

Im Schirn-Magazin ist eine aktuelle Vorankündigung zur Retrospektive zu finden: “Vom 15. Februar bis 12. Mai 2013 bietet die Frankfurter Ausstellung einen nahezu vollständigen Überblick über den vielfältigen Kosmos dieser außerordentlichen Künstlerin, die als Wegbereiterin der frühen Konzept-, Film- und Performancekunst, aber auch als zentrale Gestalt der Musik, der Friedensbewegung und des Feminismus gilt und bis heute eine bedeutende Position im aktuellen Kunstgeschehen einnimmt. Rund 200 Objekte, Filme, raumfüllende Installationen, Fotos, Zeichnungen und Textarbeiten sowie ein eigener Musikraum beleuchten … die mediale Vielfalt in Onos Werk”.

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Beatles Street View: Ein Rund-um-Blick – Ausstellungseröffnung in Stuttgart

Now on iTunes - Liverpool Lime Street, 2010, C-Print Diasec. (C) Josh von Staudach, 2013.Man muss sich des Kausalschlusses bewusst sein. Die Bedeutung und Geschichte der nordenglischen Hafenstadt prägte in den fünfziger Jahren die Entwicklung einer handvoll Jugendlicher hin zu einer der einflussreichsten Bands. Heute verkommen die ehemaligen Wirkungsstätten von John, Paul, George, Pete, Stuart und Ringo zum Freilichtmuseum Liverpool. Blaue Plaketten an Häusern statt Magie? Der Stuttgarter Fotograf und Fab Four-Fan Josh von Staudach bereiste mit einer Panorama-Fotoausrüstung jene Orte in Liverpool und in London … um die Magie – zumindest bildlich wieder – aufleben zu lassen. Mehr als 20 dieser 360-Grad-Fotografien gibt es vom 2. Juni bis 8. September 2013 in der Galerie im Theaterhaus in Stuttgart zu sehen.

Staudachs Webseite www.beatles360.de präsentiert einige der Exponate. Das sind – wie wir meinen – Bilder mit Wow-Effekt. Wie gewaltig mag die Magie sein, wenn man vor den Panoramen (mit Formaten wie 630 x 180 cm oder 240 x 70 cm) steht.

Exzerpt aus dem Penny-Lane-Video. Quelle: Youtube.“Passend zum 50-jährigen Jubiläum des ersten Beatles- Albums ‘Please Please Me’ und des damit verbundenen internationalen Durchbruchs zeigt das Theaterhaus über 20 seiner 360-Grad Panoramafotografien, die sich allesamt mit den Wirkungsorten und Songtiteln der Pilzköpfe beschäftigen”, heißt in der Ausstellungsankündigung. “Es sind gleichermaßen Dokumentationen einer Pilgerreise, erzählerische Augenkitzel und Verweise auf die Vergänglichkeit allen Seins… Als Kern der Ausstellung sind erstmals 12 Motive der ‘Songtitel-Edition’ zu sehen, die in einem Spiel von Schärfe und Unschärfe die größten Hits der Beatles illustrieren.”

Mit dabei natürlich … die Panoramen von der Penny Lane und dem Knole Park (siehe nächstes Bild). Das Video (Relevanter Ausschnitt im vorherigen Bild), das zur gleichnamigen Single erschien, zeigt die Fab Four auch vor letzterer Kulisse. Man sieht die Jungs durch ein Steintor reiten und dem gegenüber tafeln.

Knole-Park-Panorama. (C) by Josh von Staudach, 2013.

GERMANBEAT mit neuem Banner

Aus gegebenem Anlass haben wir die Kopfzeile unseres Blogs geändert. Wir freuen uns, dass der Fotograf Josh von Staudach eines seiner Panoramamotive dafür zur Verfügung gestellt hat. Kenner werden’s wissen: Das Bild zeigt in der Mitte die Bahnstation Lime Street, etwas weiter rechts machen die Beatles auf einem gigantischen Plakat Werbung für ein Internet-Musikportal: “Now on iTunes” (siehe auch den Ausschnitt oben in diesem Artikel). Im Original ist das Lime-Street-Motiv auf 240 x 70 Zentimeter der “Aufhänger” der kommenden Ausstellung in Stuttgart. Danke, Josh!

Ausstellungsinformationen

Josh von Staudach: Penny Lane and Surroundings 360° Fotografie auf den Spuren der Beatles Eröffnung: Sonntag 2. Juni 2013, 11.30 Uhr Begrüßung: Werner Schretzmeier; Einführung: Andreas Langen Musikalische Umrahmung: The Appleseeds (Beatles Coverband)

Künstlergespräch mit Josh von Staudach und Marko Schacher, Galerist und Kurator: Sonntag 23. Juni 2013, 11.30 Uhr

Ausstellungsdauer: 2. Juni bis 8. September 2013 geöffnet täglich 10.30 — 21.30 Uhr

Weitere Informationen unter www.beatles360.de

Galerie im Theaterhaus 1. Obergeschoss, Foyer T2-3 Siemensstraße 11 70469 Stuttgart, Tel. 0711 / 40 20 7-20, www.theaterhaus.com

Bildnachweis: “Now on iTunes” – Liverpool Lime Street, 2010, C-Print Diasec (Banner und oben im Artikel). (C) by Josh von Staudach, 2013. Exzerpt aus dem Penny-Lane-Video (Mitte). Quelle: Youtube. Knole-Park-Panorama (Unten). (C) by Josh von Staudach, 2013.

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Warum spielt ihr zur Feier des Tages nicht eine Platte von Klaus!

Klaus Voormann signiert das LP-Cover 'Revolver' während seiner Lesetour (C) GBIP 2004Klaus Voormann wurde heute 75 Jahre alt. Seit mehr als 50 Jahren schreibt er an der Rock’n'Roll-Geschichte mit. Vor zehn Jahren veröffentlichte er seine Autobiografie: Seine Erzählungen ziehen jeden Zuhörer in ihren Bann. Seine musikalischen Kollaborationen rufen bei den Fans Begeisterung hervor. Seine Grafiken werden eins mit dem Betrachter. Seine Aktionen rufen Freunde auf den Plan. Klaus Voormann, der Autor, Musiker und Grafiker. Er tut viel Gutes für Indianer in den USA und setzt dabei mehr auf Nachhaltigkeit denn auf PR.

Wir wünschen Ihnen, lieber Klaus, alles Gute, viel Gesundheit, viel Kraft für viele neue Projekte auch an der Seite Ihrer Gattin Christina.

Liebe Fans, warum legt ihr zur Feier des Tages nicht die Platte von Klaus auf. “A Sideman’s Journey”, das lang ersehnte Konzeptalbum mit Rückblicken auf Klaus’ musikalische Karriere. Selbstredend, dass der wohl berühmteste “Sideman” der Rockgeschichte einige Freunde, wie Paul McCartney, Ringo Starr, Yusuf Islam, Dr. John, Mitglieder von Manfred Mann, Bonnie Bramlett, Jim Keltner, Van Dyke Parks, Albert Lee, Joe Walsh, zum Mitwirken bewegen konnte. Doch nicht nur “alte Haudegen” sind mit von der Partie. Wer Klaus Voormann kennt, der weiß dieser Mann hat auch ein Händchen für junge Talente. So wird “Ex-Superstar-Finalist” Max Buskohl zusammen mit dem Bassisten und Ringo Starr den Sherman Brothers-Titel “You’re Sixteen” zum Besten geben.

Bildnachweis: Klaus Voormann signiert das LP-Cover “Revolver” während seiner Lesetour. (C) GERMAN BEAT, 2004.

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Wings over America: Bleiben Sie bitte angeschnallt auf Ihren Plätzen sitzen bis das Konzert vorbei ist!

Cings Over America, Cover. (C) Universal, 2013.“Für ‘Wings across America’ brachte Paul McCartney eine der anspruchsvollsten und blendendsten Rock-Shows der 1970er hervor (einer Zeit, in der sich keiner Sorgen um Extravaganz oder Kosten machte). Die Band sollte schließlich auf 31 Shows in den USA und Kanada vor über 600.000 Menschen auftreten; das Ende der Tour markierten drei irre Abende im Forum von Los Angeles”, heißt es heute in einer deutschsprachigen Pressemitteilung von Universal Music.

1976 erschien die Dreifach-LP “Wings over America” auf dem internationalen Markt und avancierte zu einem Verkaufsschlager. Unter den Titeln gab es auch Beatles-Stücke, die noch nie live erschienen sind. Die Aufnahmen klangen – dank Overdubs … nein, natürlich nicht allein deswegen – hervorragend. Neben ihm standen die Wings auf der Bühne: Linda, Denny Laine, Jimmy McCulloch und Joe English – wie auch eine vierköpfige Bläsergruppe rund um den Saxophonisten Howie Casey. Die haben einen tollen Sound und eine Superqualität auf die Bühne gebracht.

Wings over America erscheint hierzulande am 24. Mai

Das Album feiert seine aktuell siebte Auflage (einschließlich Download-Releases) und dieses Mal im Rahmen der Paul McCartney Archive Collection. Wieder kann der Musikliebhaber unter verschiedenen Formaten wählen: Standard Edition (2-CD); Remastered Vinyl (3-LP) und der Deluxe Edition Box Set (3-CD/1-DVD sowie einigem Buch- und Printmaterial). “Das überragende Audio- und Video-Paket”, so Universal, “umfasst das in den Abbey Road-Studios remasterte ‘Wings over America’-Album auf 2 CDs, neben einer Bonus-Disc mit einer Live-Aufnahme aus dem Cow Palace in San Francisco. Die DVD zeigt das rare 75minütige TV-Special ‘Wings over the World’.”

Laut Wikipedia sind auf der Bonus-CD folgende Stücke enthalten:

    Let Me Roll It
    Maybe I’m Amazed
    Lady Madonna
    Live and Let Die
    Picasso’s Last Words (Drink to Me)
    Bluebird
    Blackbird
    Yesterday

Sie gibt eine musikalisch sehr ansprechende und für Beatlesfans äußerst interessante Phase zu Gehör. “Das Spannende war seinerzeit die technisch ausgewogene Darbietung mit einem Programm von knapp zwei Stunden”, stellt GERMANBEAT-Herausgeber Sven fest. “Die Wings-Tour fand immerhin erst zehn Jahre nach den spartanischen Auftritten der Beatles statt – mit einer Länge von einer halben Stunde und übertragen von Stadionlautsprechern. Und die Dreifach-LP war so geschnitten, dass man zwar – so war das damals – fünfmal die Seiten und Scheiben wechseln musste. Am Ende aber stand ein Gesamterlebnis da. Und bei Bedarf konnte man auch gezielt in die Set-list hineingehen. Meine drei Favoriten waren die gut abgehangene Seite zwei, die anspruchsvolle Seite drei und die schmissige Nummer sechs.”

Kollege Ansgar von Ex-Beatles.de empfiehlt das Album durchgängig und vergibt eine Höchstnote für Livealben. Er schreibt, das Album sei “eine beeindruckende, vor Spielfreude sprühende Bilanz McCartneys als Solist und als Leader der Wings, garniert mit einer knappen wie schönen Auswahl von Beatles-Klassikern. Von vielen Fans wird auch auch das dramaturgisch gelungene und packende Intro-Medley bestehend aus ‘Venus And Mars’/'Rock Show’/'Jet’ als überragende Kombination gesehen.”

In rund vier Wochen ist Wings-Tag. Das ganze wird im Juni komplettiert durch das Erscheinen des 1980 veröffentlichten Konzertfilms “Rockshow”. Dieser Streifen entstand während der 1976er Tour und präsentiert die 30 Songs aus der Set-list. Das Teil gab es verschiedentlich in einigen kleinen offiziellen Auflagen, aber seine wahre Marktreife erhält es sicher erst mit dem Erscheinen als DVD/Blu-ray und im Mehrkanalton.

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Der älteste Plattenladen der Welt …

D'Amato Plattenladen in Valletta, Malta, gegründet 1885. (C) GERMANBEAT, 2013.… steht im walisischen Cardiff. “Seit 1894 gibt es Musik bei Spillers… Der Verkauf von Tonträgern ist schwieriger geworden – aber was sonst macht so viel Spaß?”, schrieb die Zeit vor knapp einem Jahr. “Spillers öffnet um halb zehn. Vielleicht um solchen übereifrigen Kunden am frühen Morgen etwas Abwechslung zu bieten, ist ein Teil des Schaufensters mit Ausstellungsstücken dekoriert, die von der reichen Geschichte dieses Ladens in Cardiff künden. Da gibt es Plattenhüllen aus seinen Tagen als ‘Phonobörse’, geführt von der Familie Spiller von 1894 bis in die 1940er Jahre.”

1894? Ältester Plattenladen?

GERMANBEAT-Herausgeber Sven war neulich für ein paar Urlaubstage auf Malta. In der St. John Street in der Hauptstadt Valletta kam er an D’Amato vorbei, einem Laden, der bereits schon 1885 gegründet wurde. Seit Anfang an waren sie im Musikbusiness tätig. Im britischen Guardian wurde die Bezeichnung “Ältester Plattenladen” dann schon mal für das maltesische Geschäft beansprucht.

Beatles in der Auslage: D'Amato Plattenladen in Valletta, Malta, gegründet 1885. (C) GERMANBEAT, 2013.

Im Schaufenster haben sie Anfang April das Rote Album der Beatles ausgestellt. Durch diesen Spot aufmerksam geworden, warf Sven einen Blick in die Verkaufsräume. Das Traditionelle tritt hier nicht mehr in den Vordergrund. D’Amato verkauft heute wie jedes kleine aber feine Medienhaus neben (wieder) Vinyls, CDs, DVDs und Musikbücher. Der Laden promotet natürlich auch die Musikprodukte des eigenen Landes. Wie den Opernsänger Joseph Calleja. Der 34-Jährige sang auf bekannten Bühnen dieser Welt. Laut Wikipedia soll er “als Konzertsänger mehrere Deutschland-Tourneen mit Rezitals und Soloabende sowie gemeinsame Auftritte mit der Sopranistin Anna Netrebko unternommen” haben. Wir konnten den Tenor bei TV-Aufnahmen im Großmeisterpalast in Valletta beobachten.

Joseph Calleja (rechts im Bild) in einem TV-Interview, Valletta/Malta. (C) GERMANBEAT, 2013.

Bildnachweise: D’Amato Plattenladen in Valletta, Malta, gegründet 1885 (Oben, Mitte). Joseph Calleja (rechts im Bild) in einem TV-Interview (Unten). (C) GERMANBEAT, 2013.

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Half-A-Wind Bits: GERMANBEAT trifft …

Es liegt nicht unbedingt in der Natur der Sache, dass Vertreter eines Onlinemediums sich auch offline mit Lesern treffen, so könnte man meinen. Schließlich sind wir ja im Internet! Doch unsere beiden Begegnungen in dieser Woche gehen über das editoriale Interesse weit hinaus. Es ist die gemeinsame Sache, das Interesse und die Lebenseinstellungen, welche die Protagonisten eint.

Kreative Leidenschaft

Play it by trust mit Edmund Thielow (li.) und GERMANBEAT-Herausgeber Sven (re.). (C) BEATARCHIV, 2013.Genau 43 Jahre nach der offiziellen Beatles-Trennung stehen der Glauchauer Edmund Thielow und GERMANBEAT-Herausgeber Sven in der Frankfurter Kunsthalle Schirn. Dort beherbergt man “ausgerechnet” die Werke einer Dame, die Millionen von Fans für das Ende der Fab Four verantwortlich machten. Doch wir wissen, das ist alles “Bullshit”. Die Ausstellung über Yoko Ono faszinierte BEAT ARCHIV-Betreiber Thielow, der am Mittwoch aus Sachsen mit Fanfreund Wolfgang angereist war. Sven, in Frankfurt arbeitend, stieß während seiner Mittagspause zu den beiden.

Anzeige Mind Train by Yoko Ono, 1971. Foto by GERMANBEAT 2013.Wir waren erstaunt, dass mit uns noch mindestens 50 Besucher einen Blick auf die Werkschau der Japanerin warfen. Es ist die Entmystifizierung von “ewigen Witwe” und “Beatles-Brecherin”, die einen neuen, ehrlichen Blick auf ihr Schaffen zulässt. Sie war auch in puncto Trends bereits ihrer Zeit voraus. Da gibt es in der Ausstellung eine Zeitungsanzeige -für “Mind Train vs Listen, the snow is falling” – in der Yoko 1972 eine Telefonnummer anpries. Rief man diese seinerzeit an, wurden die Songs abgespielt. Marketingtechniken, die zu Zeiten des Internets gang und gäbe sind.

Apropo Vergangenheit. Ganz fasziniert hörte Sven den Schilderungen der beiden Sachsen zu, wie man zu DDR-Zeiten über die Schweiz, Kanada oder Niederlande beispielsweise an Beatles- und auch Ono-Platten herankam. Die Sammelleidenschaft war mit einer Kreativität gewürzt, die einem im “Westen” oft nicht in den Sinn kam.

Bildnachweise: Das Foto zeigt Edmund (li.) und Sven (re.) beim Schachspiel à la Yoko Ono: “Play it by trust!” – (C) BEAT ARCHIV, 2013.
Anzeige Mind Train by Yoko Ono, 1972. Foto by GERMANBEAT 2013

“Wir sind die Lennon-Generation!”

Achim (re.) und Sven (li.) - zwei Vertreter der Lennon-Generation. (C) Achim Schultz, 2013.In Frankfurt war diese Woche Musikmesse. Und die rief unseren Freund Achim Schulz – Münchens letzter “Beetle” – auf den Plan, während seiner Fahrt nach Hamburg zum Tony-Sheridan-Gedächtniskonzert (am 13. April) einen Zwischenstopp in der Mainmetropole einzulegen. Das GERMANBEAT-Paar Birgit und Sven trafen Achim und seine Frau Angie am Donnerstag Abend in einem Frankfurter Hotel. Es war ein schöner Abend, der mit der Feststellung bekräftigt wurde: “Wir sind die Lennon-Generation!” Die Geschäftswelt im Allgemeinen und das Musikbusiness im Besonderen lässt Respekt und Wertschätzung immer mehr vermissen. Es fehlt an Idealen. Das war früher anders. Ein John Lennon hat diese Tugenden immer wieder eingefordert und sich für die Menschen eingesetzt, denen Respekt verwehrt wurde.

Achim Schultzes neues Album ist aktuell in der Mache. Ein Großteil der Aufnahmen waren bereits fertig als ein Hardwarecrash und ein daraus resultierender Systemwechsel aus den Backups zunächst nur einen Wave-Brei hinterließen. Ob er sich dieses Materials nochmal annimmt, hat er noch nicht entschieden … macht aber auch nichts, er habe bereits so viele neue Songideen. Mindestens drei oder vier echte Knaller sollen darauf sein. Dank auch dem neuen Produktionskonzept, das von dem bisherigen für Achim so “typischen” Beatsound abweichen soll.

Wir werden unsere Leserinnen und Leser auf dem Laufenden halten!

Bildnachweis: Achim (re.) und Sven (li.) – zwei Vertreter der Lennon-Generation. (C) Achim Schultz, 2013.

Half-A-Wind Bits

Die Nähe zum Ausstellungort Schirn Kunsthalle Frankfurt ermöglicht unserer Redaktion Yokos “Half-A-Wind Show” regelmäßig zu besuchen. In der Artikelreihe “Half-A-Wind Bits” berichten wir über diese Besuche wie auch über Ausstellungsgeschichten aus dem Internet.

Im Schirn-Magazin ist eine aktuelle Vorankündigung zur Retrospektive zu finden: “Vom 15. Februar bis 12. Mai 2013 bietet die Frankfurter Ausstellung einen nahezu vollständigen Überblick über den vielfältigen Kosmos dieser außerordentlichen Künstlerin, die als Wegbereiterin der frühen Konzept-, Film- und Performancekunst, aber auch als zentrale Gestalt der Musik, der Friedensbewegung und des Feminismus gilt und bis heute eine bedeutende Position im aktuellen Kunstgeschehen einnimmt. Rund 200 Objekte, Filme, raumfüllende Installationen, Fotos, Zeichnungen und Textarbeiten sowie ein eigener Musikraum beleuchten … die mediale Vielfalt in Onos Werk”.

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Doc Erlemann erweitert sein Beatles-Kompendium

“Rechtzeitig zu Ostern gibt es ein neues Update der Vorschau auf Vol.7″, schreibt uns Doc Kurt Erlemann. “Die Jahrgänge 2012 und 2013 sind aktualisiert! Mehr auf fabfourfifty.de!

Der Wuppertaler Universitätsprofessor legt im Eigenverlag Teilausgaben seines Beatles-Nachschlagewerkes “50 Years Of Beatles Music” als eBook auf. “Über 20 Jahre Recherchen haben”, so urteilte Beatlemania bereits im Herbst 2005, “zu einer einzigartigen Datenbank … geführt, auf der (fast) alles, was die Fab Four musikalisch hinterlassen haben, dokumentiert ist. Chronologisch gelistet und mit Interview-Soundclips sowie Bildern und Covers garniert sind Liveauftritte, Sessions, Studioaufnahmen, Interviews, Veröffentlichungen etc. Zu jedem Soundschnipsel gibt es die dazugehörige Diskografie und Quellenangaben, und das alles übersichtlich in einem cleveren Tabellenformat.”

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