Am 21. Juni gibt “Help!”, der zweite Spielfilm der Beatles aus dem Jahr 1965, hierzulande sein sehnlichst erwartetes Debüt als Blu-ray, heißt es heute in einer Presseerklärung von Universal Music Germany. Nebenbei bemerkt, klingt es schon “komisch” im Zusammenhang mit den Fab Four nicht mehr explizit von der EMI zu sprechen. Aber so spielt das Leben. Was bleibt, ist dieser einmalig schräge Film und die wunderbare, zeitlose Musik.
Das neue Single-Disc-Package sowohl den digital restaurierten Film, den Soundtrack im 5.1-Klangformat sowie mehr als eine Stunde an Extras enthalten. Dazu gehören eine 30-minütige Dokumentation über die Entstehung des Films, Erinnerungen der mitwirkenden Schauspieler und der Film-Crew, eine genaue Betrachtung der Restaurierung des Films, eine unveröffentlichte Szene, original Filmtrailer und Radiospots. Das Booklet der Blu-ray enthält eine Einführung von Richard Lester, dem Regisseur von “Help!”, sowie eine Würdigung des Films von Martin Scorsese.
He-He-Herrlich!
“Schmeisst alle Sorgen über Bord, Help! ist gut”, so fiel 2007 unser knappes Statement über die damals neue Beatles-DVD aus. Das gilt auch heute noch: Die Bildqualität ist wirklich überragend. So sind Farben präzisiert und Konstraste hergestellt worden, wo offenbar im Originalfilm nicht viel zu sehen und hervorzuheben war. Bei der Blu-ray dürfte vielleicht noch’n Quentchen mehr drin sein.
Beim damaligen DVD-Set gab es jedenfalls nichts zu meckern. Doch Beatlesfans gelten gemeinhin als “extrem pingelig” und sind schwer zufrieden zu stellen. 2007 lasen wir im Erdbeerfelderforum, dass dort kontrovers über das Thema Cropping diskutiert wurde. Der Originalfilm wurde oben und unten “beschnitten” – und das brachte einige Fans auf die Palme.
In der Branche wurde die DVD-VÖ sehr gut angenommen. Universal schreibt heute: “Allein in den USA erreichten die Verkäufe fünffaches Platin. Das weltweite Medienecho war enorm und die Lobgesänge einstimmig. So pries USA Today die DVD als ‘eine großartige Wiederveröffentlichung’ und der Guardian stellte noch einmal Filmregisseur Richard Lester aufs Podest: ‘Lester zeigt sich den Starqualitäten der Beatles mit smarten, farbenfrohen Bildern und lockerem Surrealismus ebenbürtig’. The Los Angeles Times schwärmte indes über die Restaurierung: ‘Mit der Dynamikkompression, die in den 1960ern bereits Standard war und nun ins digitale Zeitalter gehoben wird, kommt jetzt die gesamte Bandbreite der Musikalität dieser Gruppe zum Vorschein – ganz so, als habe man einige Staubschichten von einem Gemälde eines Alten Meisters befreit.’”
So etwas gibt es heutzutage leider kaum mehr …
… konstatiert das britische Musikblatt Mojo. Die Blu-ray-Edition von “Help!” schließt sich den beiden im letzten Jahr erschienenen Beatles-Spielfilmen “Yellow Submarine” und “Magical Mystery Tour” an, die ebenfalls digital restauriert und mit vielen Extras als Blu-ray, DVD und über iTunes veröffentlicht worden waren. “Help!”s Restaurierung für die erstmalige Veröffentlichung auf DVD hatte im Jahr 2007 bereits für Begeisterung gesorgt.
Richard Lesters Film folgt den Beatles “bei ihren Abenteuern, in die sie geraten, als Ringo an einen Opfer-Ring kommt, der sich nicht mehr von seinem Finger lösen lässt. In der Folge werden er und seine Bandkollegen John, Paul und George von Mitgliedern eines religiösen Kults, einem verrückten Wissenschaftler und der Londoner Polizei durch London gejagt, und von dort über die Alpen bis hin auf die Bahamas.” Ein witziger Plot an dem auch einige bekannte englische Schauspieler mitwirken.
Bildnachweis: DVD-Cover: Hi-Hi-Hilfe! © EMI Music Germany, 2007. Beatles in Obertauern (C) Subafilms Ltd/Bruce A Karsh, 2007
Man muss sich des Kausalschlusses bewusst sein. Die Bedeutung und Geschichte der nordenglischen Hafenstadt prägte in den fünfziger Jahren die Entwicklung einer handvoll Jugendlicher hin zu einer der einflussreichsten Bands. Heute verkommen die ehemaligen Wirkungsstätten von John, Paul, George, Pete, Stuart und Ringo zum Freilichtmuseum Liverpool. Blaue Plaketten an Häusern statt Magie? Der Stuttgarter Fotograf und Fab Four-Fan Josh von Staudach bereiste mit einer Panorama-Fotoausrüstung jene Orte in Liverpool und in London … um die Magie – zumindest bildlich wieder – aufleben zu lassen. Mehr als 20 dieser 360-Grad-Fotografien gibt es vom 2. Juni bis 8. September 2013 in der Galerie im Theaterhaus in Stuttgart zu sehen.
Klaus Voormann wurde heute 75 Jahre alt. Seit mehr als 50 Jahren schreibt er an der Rock’n'Roll-Geschichte mit. Vor zehn Jahren veröffentlichte er seine Autobiografie: Seine Erzählungen ziehen jeden Zuhörer in ihren Bann. Seine musikalischen Kollaborationen rufen bei den Fans Begeisterung hervor. Seine Grafiken werden eins mit dem Betrachter. Seine Aktionen rufen Freunde auf den Plan. Klaus Voormann, der Autor, Musiker und Grafiker. Er tut viel Gutes für Indianer in den USA und setzt dabei mehr auf Nachhaltigkeit denn auf PR.
“Für ‘Wings across America’ brachte Paul McCartney eine der anspruchsvollsten und blendendsten Rock-Shows der 1970er hervor (einer Zeit, in der sich keiner Sorgen um Extravaganz oder Kosten machte). Die Band sollte schließlich auf 31 Shows in den USA und Kanada vor über 600.000 Menschen auftreten; das Ende der Tour markierten drei irre Abende im Forum von Los Angeles”, heißt es heute in einer deutschsprachigen Pressemitteilung von Universal Music.
… steht im walisischen Cardiff. “Seit 1894 gibt es Musik bei Spillers… Der Verkauf von Tonträgern ist schwieriger geworden – aber was sonst macht so viel Spaß?”, schrieb die 

Genau 43 Jahre nach der offiziellen Beatles-Trennung stehen der Glauchauer Edmund Thielow und GERMANBEAT-Herausgeber Sven in der Frankfurter Kunsthalle Schirn. Dort beherbergt man “ausgerechnet” die Werke einer Dame, die Millionen von Fans für das Ende der Fab Four verantwortlich machten. Doch wir wissen, das ist alles “Bullshit”. Die Ausstellung über Yoko Ono faszinierte BEAT ARCHIV-Betreiber Thielow, der am Mittwoch aus Sachsen mit Fanfreund Wolfgang angereist war. Sven, in Frankfurt arbeitend, stieß während seiner Mittagspause zu den beiden.
In Frankfurt war diese Woche Musikmesse. Und die rief unseren Freund Achim Schulz – Münchens letzter “Beetle” – auf den Plan, während seiner Fahrt nach Hamburg zum Tony-Sheridan-Gedächtniskonzert (am 13. April) einen Zwischenstopp in der Mainmetropole einzulegen. Das GERMANBEAT-Paar Birgit und Sven trafen Achim und seine Frau Angie am Donnerstag Abend in einem Frankfurter Hotel. Es war ein schöner Abend, der mit der Feststellung bekräftigt wurde: “Wir sind die Lennon-Generation!” Die Geschäftswelt im Allgemeinen und das Musikbusiness im Besonderen lässt Respekt und Wertschätzung immer mehr vermissen. Es fehlt an Idealen. Das war früher anders. Ein John Lennon hat diese Tugenden immer wieder eingefordert und sich für die Menschen eingesetzt, denen Respekt verwehrt wurde.
