Letzte Informationen!

Dean Read

(C) Neue Visionen, Berlin, 2008

In der Post ... "Der Rote Elvis" als DVD erschienen

Frankfurt am Main (gbip/23.02.2008) - Leopold Grün porträtiert den größten Popstar des Ostblocks. Geboren in Colorado begann er seine Karriere in Hollywood. Zu einem Star wurde er aber in Südamerika und in den Staaten des Ostblocks. 1972 siedelte er in die DDR über. "Der Rote Elvis" ist ein einfühlsamer und zugleich kritischer Dokumentarfilm über eine zeitgeschichtliche Ausnahmeerscheinung zwischen Erfolg und Tragik, politischem Engagement und Naivität. Neben Armin Mueller-Stahl äußern sich u.a. der Regisseur Günter Reisch, Egon Krenz und Isabel Allende.

Seit gestern ist die DVD "Der Rote Elvis" im Handel erhältlich. Das Teil traf gestern bei uns mit der Post ein. Wir werden zeitnah darüber berichten.

Berichte!

German BEAT!

Lebenswerk des amerikanischen Künstlers gewürdigt

German BEAT! verleiht den M.B.E.-Orden (c) German BEAT! Grafik 2006-2007
Ehrung für Dean Reed
© German BEAT! Grafik

Frankfurt/Main (gbip/10.01.2008) - German BEAT! wird am kommenden Dienstag den 1986 verstorbenen amerikanischen Künstler Dean Reed mit dem "M.B.E." in der Sonderkategorie "Lebensleistung" ehren. Stellvertretend geht diese Auszeichnung an Musiker, Autoren, Fans und Filmemacher, die sich 2007 mit ihren Veröffentlichungen und Aktionen rund um Dean Reed verdient gemacht haben:

  • Frank-Burkhard Habel und Thomas Grossman für das Buch "Dean Reed - Die wahre Geschichte"
  • Leopold Grün (Regisseur) und Thomas Janze (Produzent) für den Film "Der Rote Elvis"
  • Monomango für den Soundtrack "Revolucionarios" zum Film "Der Rote Elvis"
  • Richard Weize (Bear Family) und Stefan Ernsting (Liner Notes) für die Veröffentlichung der CD "The Very Strange Story Of Dean Reed - The Red Elvis!"
  • Norbert Diener für die Administration der Webseite www.deanreed.de

Ihr Verdienst ist es, dass die Beurteilung von Reeds Geschichte und künstlerischen Leistungen frei von ideologischen Verunreinigungen ist und angemessen gewürdigt wurde. Das Werk Reeds ist so vielfältig und lässt unterschiedliche Annährungspunkte zu: den schauspielerischen, den politischen oder den musikalischen Ansatz.

Der "M.B.E. (Mit bester Empfehlung") ist ein jährlich vergebener Redaktionspreis, mit dem besondere Veröffentlichungen, Veranstaltungen und Aktionen "rund um Beatles und Beat" gewürdigt werden. Der Preis wird am 15. Januar zum dritten Mal vergeben. 2006 ehrte German BEAT! unter anderem die Beatles, Yusuf Islam, Bastian Sick und die Macher der Veranstaltung "Hamburg Sound".

German BEAT!

Wer war Dean Read?

Frankfurt/Main (gbip/10.01.2008) - Dean Reed war laut Wikipedia, "ein US-amerikanischer Schaupieler, Sänger, Drehbuchautor und Regisseur. Zu Beginn der 1960er Jahre war er ein lateinamerikanisches Teenidol. 1966 startete er eine zweite Karriere in der Sowjetunion und lebte ab 1973 als bekennender Sozialist in der DDR." Die New York Times soll 1984 über ihn geschrieben haben, er sei der Johnny Cash des Kommunismus. Der Künstler starb 1986 in Zeuthen durch Selbstmord.

Das Filmzitat (Klick auf grauen Kasten links) zeigt Dean Reed in einer Fernsehshow in Moskau, wo er 1980 mit einem Beatlesmedley ("Yesterday", "Can't Buy Me Love", "Michelle", "Yellow Submarine") auftrat. Bereits im Februar des letzten Jahres wurden wir auf die schön aufgemachte CD-Kompilation “The Very Strange Story Of Dean Reed - The Red Elvis!” aus dem Hause Bear Family aufmerksam. Die Ausgabe wirft einen Blick auf das Frühwerk des Amerikaners (1959-1961). Seit Jahrzehnten sind diese in den USA entstandenen Aufnahmen offenbar gefragte Objekte in Sammlerkreisen. Bear Family Records hat die Einspielungen aus den späten 50er Jahren und die Begleittexte von Stefan Ernsting (www.popmoderne.de) und Richard Weize (Bear Family) zu einer respektablen Dokumentation zusammengestellt.

The Very Strange Story of Dean Reed © Bear Family
Compilation-Cover
© Bear Family 2007

Musikalisch steht Reed eher in Tradition zu einem Frankie Laine oder einem Johnnie Ray als zu einem Elvis Presley oder einem Johnny Cash. Doch mit diesem speziellen Songmaterial wird er in Südamerika und später im Ostblock DER Star schlecht hin und allein diese Popularität lässt ihn zum “Roten Elvis” werden. In seinen frühen Liedern und in anderen späteren Videobeispielen suchte die Frankfurter Rundschau unlängst eine Antwort auf die Frage, ob Dean Reed vielleicht doch ein respektabler Musiker war. Autor Daniel Kothenschulte kommt zu dem Schluss: "Wenn sich ein Künstler das Leben nimmt, der ein gutwilliger Dilletant ist, ist das eine andere Geschichte als die kreative Sackgasse eines Talentierten."

Für einen Spielfilm hat sich Tom Hanks die Rechte an Deans Lebensgeschichte gesichert. Eine Verfilmung seiner Biografie wäre die Anerkennung gewesen, die Reed offenbar ewig gesucht hat.

Siehe auch unsere bisherigen Artikel zu Dean Read:

Aktuelle Informationen auf www.deanreed.de

Die wohl umfangsreichsten Informationen und Fakten zu dem amerikanischen Künstler, die im weltweiten Netz zusammengetragen wurden, finden sich auf der Fanseite www.deanreed.de, die mittlerweile nicht nur in deutscher Sprache sondern auch noch in englisch, russisch, spanisch, italienisch und czechisch berichtet.

Die Dean-Reed-Website ist eine unkommerzielle, rein private Internetpräsenz zu Ehren von Dean Reed und seinem Lebenswerk. Ein großes, internationales Redaktionsteam steht für Kompetenz und Aktualität.

Das Forum ist hinreichend aktuell. Die Newsseite wird regelmäßig aktualisiert. Newsletter werden nur sporadisch verschickt. Stark ist der bis in das Jahr 1950 zurückgehende Online-Pressespiegel über Dean Reed.

Aktuelle Veröffentlichungen!

Frank-Burkhard Habel mit Thomas Grossman

Dean Reed - Die wahre Geschichte

Buch-Cover von Dean Reed - Die wahre Geschichte © neues leben
Seine Geschichte
© Neues Leben 2007

"Selten hat mich eine Künstlerbiografie so berührt wie die von Dean Reed. Statt berühren sollte ich vielleicht lieber zerreißen sagen", bekennt German BEAT!-Herausgeber Sven. "Auf den ersten Blick ist das Werk Dean Reeds von Mittelmaß geprägt: Seine Erfolge als Sänger, Musiker oder als Schauspieler sind beachtlich aber nicht unbedingt nachhaltig und durchdringlich. Sein Mut und sein Idealismus verdienen höchsten Respekt verhingen sich im Intrigenspiel politischer Macht. Reed passt in keine Schublade und am Ende findet er sich noch nicht einmal in seiner Heimat USA wieder und so sucht er seine Freiheit offenbar in der Selbsttötung. Vielleicht ist es aber auch nur die oberflächliche Betrachtung eines Wessies, der wie viele erst in 2007 auf das Phänomen Dean Reed aufmerksam wurde."

Verschiedene Dokumentarfilme wurden mittlerweile gedreht, einer lief sogar im Rahmen der letztjährigen Berlinale und fand äußerst positive Resonanz im deutschen Feuilleton. Zwei CDs wurden veröffentlicht. Es folgte eine umfangreiche DVD-Edition mit allen DEFA-Spielfilmen, in denen Dean Reed mitwirkte. Radiosender werden immer häufiger von ihren Hörern auf Dean Reed angesprochen und spielen wieder seine Titel.

Was steckt also hinter dem Phänomen Dean Reed? Reed ist ein amerikanischen Popstar, der als Freund von Jassir Arafat und Salvator Allende die Freiheitskämpfe im Libanon und in Chile unterstützte und schließlich 1972 in der DDR landete. Dort gelang ihm eine beachtliche Karriere, er drehte etliche Filme, heiratete zweimal. Der gutaussehende Mann wurde zum Idol, auch, weil er sich immer wieder für Gerechtigkeit in der Welt einsetzte. Er verschrieb sich dem Sozialismus - nicht wenige (vor allem die Amerikaner) warfen ihm deswegen vor, er habe sich politisch instrumentieren lassen. Andere neideten ihm sein einflussreiches Potential. 1986 bringt er sich dem Vernehmen nach um. Man weiß inzwischen: Er wollte zurück nach Amerika und so spekulierte der Bouloevard bald nach der Wende über ein mögliches Stasi-Attentat.

Gelungende Auseinandersetzung mit einem Phänomen

Der Verlag "Neues Leben" veröffentlichte im Oktober 2007 eine höchst lesenswerte und interessante Biografie über Dean Reed. Das Werk gibt über die wirklichen Zwänge und Konflikte, die der Künstler zwischen Musik und Politik, zwischen Bühnenshow und Revolution, zwischen den USA, der großen Sowjetunion und der kleinen DDR zu durchleben hatte, gründlich und umfassend Auskunft.

Autor F.-B. Habel kannte Dean Reed und hat seinen entscheidenden Karrieresprung in der DDR begleitet. Das Phänomen erreichte offenbar erst seinen Höhepunkt, als er Reed als Schauspieler in den Filmen der DEFA auftrat. Habel gilt als ausgewiesener Fachmann zur DDR-Filmgeschichte. Auf über 300 Seiten werden alle wichtigen Lebensstationen dargestellt. Ein prächtiger Erinnerungsband mit über 100 - bisweilen unveröffentlichten - Fotos. An dieser Stelle sei auch der Verlag Neues Leben mal kräftig gelobt für die hochwertige Verarbeitung des Buches: Dicker Einband. Glänzende Seiten (da kommen die Fotos gut raus) und ein lesefreundliches Layout.

Wir schätzen Habels emotionale, aber stets sachliche und kompetente Art. Wann immer es angebracht ist, gibt der Autor seine Quellen an. Wichtige Aspekte beleuchtet er immer von mehreren Seiten und überlässt es so dem Leser, diese selbst zu bewerten. Und so ist es an uns, in Dean Reed das Bauernopfer einer gesellschaftlichen Entwicklung zu erkennen, der seinen Lebenslügen ins Auge sehend der Welt entfloh. Oder war er ein Idealist, ein Künstler, der vielen aus dem Volk ein Sprachrohr war - doch in seinem Innersten stets Seinesgleichen suchte.

Das Buch gibt Hoffnung, dass am Ende die angemessene Würdigung des Künstlers steht, statt der ewige Hinweis auf das Scheitern eines Vorbildes vieler Menschen in Lateinamerika, im Nahen Osten oder im ehemaligen Ostblock.

Bibliografie

Frank-Burkhard Habel unter Mitarbeit von Thomas Grossman: Dean Reed - Die wahre Geschichte. 320 S., gebunden, mit vielen Fotos inkl. 32 S. vierfarbiger Bildteil. Preis: EUR 19,90 (D). ISBN: 978-3-355-01738-1.

Weblinks

Leopold Grün und Monomango

Der Rote Elvis: Film und Soundtrack

CD-Cover von Revolucionarios © Fettton - Großöhme Weber GbR
Dean Reed 2.0
© Fettton 2007

Frankfurt/Main (10.01.2008) - Zur Berlinale im Februar 2007 erschien eine Filmdokumentation über Reed mit dem Titel "Der Rote Elvis". Dieser Film (siehe auch den Trailer) soll am 8. Februar als DVD erscheinen, nachdem seit August 2007 in ausgewählten deutschen Kinos zu sehen ist (aktuelle Spielorte siehe hier ...). Zeitgleich damit veröffentlichte das Label Rundlauf den Soundtrack unter dem Titel “Revolucionarios”. Auf der Webseite des Labels hieß es seinerzeit, “so gibt es einerseits eigenwillige Neuinterpretationen von Dean Reed Songs zu entdecken, die mit den Originalaufnahmen seiner Stimme arbeiten, andererseits aber auch Raum für großes Kino im musikalischen Sinne. Für 'Revolucionarios' wurden die meisten Stücke umarrangiert, um Gesang erweitert und einige Bonussongs hinzugefügt, so dass der Soundtrack auf CD unabhängig vom Film wunderbar funktioniert.”

Gemeinhein bilden Soundtrack und Film ja eine feste Einheit: Ein Soundtrack ohne Film is wie ein Film ohne Soundtrack. Monomango aus Berlin - dahinter stehen Olivier Fröhlich & Jan Weber - sind mit "Revolucionarios" auf dem besten Wege, dieses Gesetz zu durchbrechen.

Es war eine prima Idee von den Machern der Filmmusik nicht einfach nur Reed-Songs zu spielen oder sie zu interpretieren - sondern diese in einen zeitgemäßen Kontext zu stellen: Reed 2.0 sozusagen. Sie verwendeten einzelne Zitate aus Reeds frühem Werk, das noch sehr stark von Country und Rock'n'Roll geprägt war. Diese verweben Monomango kompatibel mit zeitgemäßen Eigenkompositionen. Fröhlich und Weber arbeiten so spartanisch wie effektvoll. Aus dominaten Bassdrums, scheppernde Stromgitarren und Synthesizerversatzstücken schmiedeten ihr Repertoire. Bisweilen erinnert das an tanzbarem und straightem Indiepop oder an Rocker à la Radiohead. Thematisch knüpfen die Texte an Dean Reeds chilenische Zeit an. Auf diese Jahren gehen seine revolutionären Bestrebungen zurück.

"So ist er in Chile wahnsinnig authentisch, da hat man das Gefühl, hier gehört er hin, hier hat er etwas bewirkt und gleichzeitig gibt es dann Spagettiwestern mit Szenen, die aus heutiger Sicht eher skurril anmuten. Und auch musikalisch gibt es aus unserer Sicht bei ihm die authentische und die skurrile, karikaturhafte Seite. Künstlerisch sind wir da also eher zwiegespalten. Als Person hat er aber eine Seite, vor der wir Respekt haben. Er hat ja tatsächlich viel angepackt, ist herumgekommen, hat geschauspielert, gesungen und Regie geführt, sich für seine Ideale eingesetzt. Gleichzeitig hat er etwas von einer tragischen Figur, die irgendwann nicht mehr in die Zeit gepasst hat", konstatiert Olivier Fröhlich in einem Interview mit dem Musikportal "www.deutsche-mugge.de".

Filmplakat Der Rote Elvis © Neue Visionen
Filmplakat "Der Rote Elvis"
© Neue Visionen

Dem Soundtrack merkt man förmlich die Dramatik eines Lebens wie das von Dean Reeds an, ebenso wie dessen Zerrissenheit. "Revolucionarios" glänzt mit kontroversen Stilelementen. Und so ist das Album nicht weit davon entfernt mit jedem weiteren Hören einfach nur zu nerven ... weil es sehr gut ist. Wir wollten den Machern damit einfach ein Kompliment für ihre sorgfältige Arbeit aussprechen, weil sie genau diese Eigenschaft für ein Qualitätsmerkmal erachten.

Viele Reedsfans und Musikrezensenten sind sich einig, dass der Amerikaner stolz auf dieses Album gewesen wäre. Es zeigt das Potential seiner Potenzial seiner Songs und die Vielfalt mit der man das Deans Lebenswerk beschreiben beschreiben kann.

"Der Zufall wollte es", so German BEAT!-Herausgeber Sven, "dass ich mir auf die Schnelle das Album 'Revolucionarios' zusammen mit Radioheads aktueller Scheibe 'In Rainbows' auf den MP3-Player gepresst habe. Stilistisch sind die beiden Sachen so dicht bei einander. Für mich gehört Monomangos Soundtrack zu den ganz großen Veröffentlichungen des vergangenen Jahres."

Allgemeine Hinweis

Monomango: Revolucionarios
CD/Vö: 24.08.07
Label: Rundlauf Musik

Titelliste

1. In The Search Of Dean
2. Revolucionarios
3. Jericho
4. Annabelle
5. Zur Sonne
6. Zum Mond
7. J. Lee Theme 1
8. Bridge
9. On The Road
10. Rebel
11. Railway Cowboy
12. Off The Road
13. J. Lee Theme 2
14. Our Love

Unsere Anspieltipps sind: "Revolucionarios", "Zur Sonne" und "Railway Cowboy"

Weblinks zum Soundtrack

  • Monomango: Offizielle Künstlerseite
  • Monomango: Offizielle Mysapce-Seite zu "Revolucionarios" mit Musikbeispielen
  • Fettton/Rundlauf: Produktankündigung auf der offiziellen Labelseite
  • www.deutsche-mugge.de: Rezension zur CD und aufschlussreiches Interview mit Monomango
  • www.deanreed.de: Informationen zur CD auf der deutschen Fanseite über Dean Read
  • Bear Family: Wer das originale Frühwerk hören möchte - Link zu den Produktinformation der CD "The Very Strange Story Of Dean Reed - The Red Elvis!"

Weblinks zum Kinofilm und zur DVD